Sonderausstellungen: Der Rückblick (2005-2010)


Huevo, Egg und Tojás - Eier aus aller Welt                                         12. März bis 18. April 2010

Überall auf der Welt legen Tiere Eier, und überall auf der Welt gibt es Menschen, die Eier bemalen und künstlerisch gestalten. Unsere Ausstellung zeigt sowohl naturkundliche als auch kunstvoll gestaltete Eier. Wer legt die größten Eier? Welches Tier spuckt seine Eier aus? Bei wem brütet der Mann? Der naturkundliche Teil der Ausstellung gibt erstaunliche Antworten auf all diese Fragen.

Unter den Kunst-Eiern sind besonders die russischen Ikonen- und Cloisonné Eier hervorzuheben – wahre Kostbarkeiten, prachtvoll gestaltet. Perl-Eier aus Rumänien, Murano-Eier aus Italien, traditionell gefertigte Holzeier aus Indien und bunt bemalte Straußeneier aus Afrika machen die unendliche Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten deutlich.

Freunde unseres traditionellen Schaubrütens dürfen sich in diesem Jahr auf eine Überraschung freuen: im Brutkasten werden ganz besondere Tiere ausgebrütet. Welche, das wird noch nicht verraten.



Krippenschau der Werdenfelser Krippenfreunde E.V.                    27. November 2009 bis 07.Februar 2010

Der Verein der Werdenfelser Krippenfreunde hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch seine unentwegten Aktivitäten wie Ausstellungen, Kurse, Aufstellen der Freikrippe usw. einen großen Menschenkreis für das Brauchtum um die Krippe zu begeistern. Jede Krippe zeugt auf ihre Weise von der Geburt Jesu: ob in der Kälte der verscheiten Berglandschaft, im heimatlichen Stall oder in der orientalischen Ruine. Diese Ausstellung zeit Ihnen die Vielfältigkeit der Darstellungen um das Weihnachtsgeschehen. Wir präsentieren Ihnen mehr als 50 Darstellungen religiöser Volkskunst. Die Krippen stammen alle aus dem Werdenfelser Land. Gleichzeitig können Sie Figuren oder Figurengrupppen von örtlichen Bildhauern und Schnitzern bewundern.



Topmodell. Spielzeug- und Modellautos aus 100 Jahren                                  03. Juli bis 25. Oktober 2009

Als Carl Benz 1886 das erste Dreirad-Fahrzeug mit Verbrennungsmotor patentieren ließ, konnte er kaum ahnen, dass es hundert Jahre später weltweit etwa 500 Millionen PKWs geben würde. Eine rasante Entwicklung hatte begonnen. Die Möglichkeit der individuellen motorisierten Fortbewegung faszinierte Groß und Klein. Schriftsteller philosophierten über den Rausch der Geschwindigkeit, Mediziner forschten über die Auswirkungen der Rüttelbewegung auf den menschlichen Körper. Kaum waren die ersten Automobile in Betrieb, wurden sie auch schon im Miniaturformat nachgebaut. Die Firma Bing aus Nürnberg brachte als erste Spielzeugautos aus Blech auf den Markt. Zahlreiche weitere Firmen entdeckten diesen Markt, und ihre Produkte entwickelten sich zum Traum jedes Jungen. Noch heute faszinieren uns ihre Vielfalt und Detailtreue. Vorbilder waren die Originalautos, die die Menschen begeisterten: erfolgreiche Rennwagen wie der berühmte „Mercedes Silberpfeil”, Luxus-Limousinen oder auch gewöhnliche VW-Käfer, Feuerwehr- oder Polizeiwagen.

Ebenso vielfältig wie die Modelle waren die technischen Details der Fahrzeuge. Autos der Firmen Schuco wie etwa das „Kommandoauto”, das auf Zuruf startet, das „Wendeauto” oder ferngesteuerte Modelle wurden legendär. In den 1930er Jahren kam der Modellauto-Baukasten von Märklin auf den Markt, gefolgt von Fahrbahnen für Autos, die später zur Entwicklung der Slot-Racer und Carrerabahn führten.

Die umfangreiche Privatsammlung von Herbert Abenthung aus Farchant zeigt einen Querschnitt der Spielwarenproduktion berühmter Marken wie Bing, Schuco, Märklin, Dinky, Carrera und anderer. Zahlreiche Raritäten von winzig klein bis zum Maßstab 1:4, als Tretautos noch größer, sind zu entdecken.

Große Autofans werden sich neben den Spielzeugautos auch für die neueren aufwändigen Modellautos bekannter Hersteller oder die originalgetreuen Oldtimer-Raritäten der Firma Pocher begeistern. Kinder und Jugendliche können in einem Parcours ferngesteuerte Autos lenken oder am Simulator selbst Autorennen fahren.



Ein Thron für das Ei ! Eierbecher & die Kunst des Eieressens 20. März bis 19.April 2009

225 Eier verzehrt jeder Deutsche im Jahr. Besonders beliebt ist das weich gekochte Frühstücksei, das in der Schale ge- nossen wird. Doch wie wird es richtig gekocht, angerichtet und geöffnet? Unverzichtbar zu seinem Verzehr ist in jedem Fall der Eierbecher. Er war schon bei den Römern Teil gehobener Esskultur. Im 16. Jahrhundert kam er in den Adelskreisen Europas in Mode und war, aus Zinn, Silber und Gold gefertigt, ein Privileg der Reichen. Der französische König Ludwig XV. besaß goldene handgefertigte Eierbecher. Von ihm wird berichtet, dass er Eier „mit einem einzigen Messerstreich” öffnen konnte.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts schmücken Eierbecher auch die Tische der Durchschnittsfamilien. Unterschiedlichste Formen aus allen denkbaren Materialien entwickelten sich.

Die Schau im Museum Aschenbrenner zeigt eine Auswahl der Sammlung Hörter, die mehr als 2000 Stücke aus aller Welt umfasst. Wertvolle alte Exemplare und umfangreiche Menagen sind ebenso zu sehen wie moderne Designobjekte und skurrile Einzelstücke.



Licht im Dunkel – Wachsstöcke zwischen Glauben und Volkskunst       28. November 2008 bis 15. Februar 2009

Während der dunklen und kalten Winterzeit waren die Menschen bis ins 20. Jahrhundert hinein neben Öl- und Petroleumlampen vor allem auf Kienspäne und Kerzen angewiesen. Bienenwachs war der hochwertigste Rohstoff für Kerzen und ein kostbares Gut. Verarbeitet wurden die Erzeugnisse der Bienen in den Kirchen und Klöstern sowie von der angesehenen Zunft der Lebzelter und Wachszieher. Das formbare Material Wachs bot in der Volkskunst Anregung zu vielfältiger bildnerischer Tätigkeit.

Neben den Kerzen wurden Wachsstöcke, Votive und Wallfahrtsandenken gefertigt, die eingebunden waren in Bräuche, Kulte und religiöse Traditionen. In den katholischen Regionen Süddeutschlands und Tirols fanden in den letzten drei Jahrhunderten besonders Wachsstöcke eine starke Verbreitung. Sie stehen deshalb im Zentrum der Ausstellung. Über ihre Funktion als Lichtquelle hinaus haben Wachsstöcke auch eine hohe symbolische Bedeutung.

Bis in die heutige Zeit finden sie in Gottesdiensten Verwendung, in manchen Regionen auch am Sterbebett oder während der Totenmesse. Geweihten roten Wachsstöcken wurden wundersame Wirkungen zugesprochen, sie sollten Schutz geben, zum Beispiel vor Hexen. Seit dem 18. Jahrhundert entwickelten sich die Wachsstöcke zunehmend zum Kleinkunstwerk. Aufwändig bemalt, verziert oder mit Bildern belegt, erfreuen sie das Auge. Vielfältige Formen wie Schnecke, Buch, Kapelle oder Bienenkorb wurden aus den Wachsschnüren gewickelt.

Gläubige verschenkten sie traditionell zur Kerzenweihe an Mariä Lichtmess, später auch zu anderen Anlässen wie Taufe und Hochzeit oder als Zeichen der Liebe und Freundschaft. Manchmal wurden Wachsstöcke auch als Opfergaben dargebracht, etwa als Dank oder Bitte für Heilung von Krankheit. Anhand besonderer Wachsausformungen werden diese heute beinahe vergessenen Riten und Bedeutungen in Erinnerung gerufen.

Die Sonderausstellung ist in Zusammenarbeit von dem Museum Aschenbrenner in Garmisch-Partenkirchen und dem Tiroler „Museum im Grünen Haus” in Reutte entwickelt worden. Möglich wurde die Schau durch eine Vielzahl an Leihgaben von Privatleuten, Museen und kirchlichen Einrichtungen aus beiden Ländern sowie die umfassende Sammlung von Dr. Dieter Kauß.



"Caffe, Caffe muss ich haben" – Geschichte eines Genussmittels             28. Juni bis 19. Oktober 2008

„Ein guter Kaffee muss heiß sein wie die Küsse eines Mädchens am ersten Tag, süß wie ihre Liebe am dritten Tag und schwarz wie die Flüche der Mama, wenn sie es erfährt.” (altorientalische Weisheit)

Kaffee wird in Europa seit über 300 Jahren getrunken. Er wurde zu einem der bedeutendsten Handelsprodukte der Welt und zum beliebtesten Genussmittel der Deutschen. Doch an dem einstigen Luxusgetränk spalteten sich die Geister. Einerseits galt es als schädigend für die Wirtschaft und Gesundheit, andererseits als Getränk der „Vernunft” und ist damit untrennbar mit der Aufklärung und dem aufstrebenden Bürgertum verbunden. Unzählige Loblieder und –texte wurden auf ihn geschrieben und sogar vertont, wie in der „Kaffeekantate” von Johann Sebastian Bach.
In atemberaubendem Tempo eroberte der Kaffee die deutschen Tassen. Im Laufe des 18. Jahrhunderts hatte er sich bereits beim Mittelstand und ärmeren städtischen und ländlichen Schichten durchgesetzt. Der „Mohrentrank” veränderte auch die Tischkultur stark, Porzellane erfuhren große Nachfrage. Die Kaffeehäuser verdrängten zunehmend die Bierstuben und entwickelten ein spezielles Flair. Manche wurden weltberühmt. Maler, Künstler, Musiker und Literaten holten sich Inspirationen in der anregenden Umgebung ihres Cafés.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein früher alltäglicher, heute aber kaum noch beachteter Gebrauchsgegenstand: die Kaffeemühle. Verschiedenste Typen der letzten drei Jahrhunderte, von denen die meisten aus einer Privatsammlung und von der Museumsstifterin Marianne Aschenbrenner stammen, werden präsentiert. Raritäten sind unter anderem die osmanische Hockermühle oder die Autokaffeemaschine für den VW Käfer aus den 50er Jahren. Daneben finden sich Kaffeeröstpfannen, Filter, elektrische Maschinen und Mühlen verschiedenster Art.
Die Zusammenstellung der Schau steht auch beispielhaft für den technologischen Wandel im Haushalt. Heutige Kaffeetrinker können zwar auf vakuumverpacktes, gemahlenes oder sogar lösliches Kaffeepulver zurückgreifen, aber viele Genießer mahlen weiterhin ihre Bohnen frisch.
Die Ausstellung ermöglicht Einblicke in die interessante Historie des Kaffeegenusses, berichtet Erstaunliches und Kurioses und wird zum Erlebnis für die Sinne. Im Anschluss an den Ausstellungsrundgang können Sie in unserer „Kaffeestube” verschiedene Sorten der edlen Bohnen riechen und kosten, bei unterhaltsamer Lektüre von Kaffeegedichten und –musik.
Kinder können, verkleidet als Räuber Hotzenplotz, Kasperl und Seppl, nach Großmutters gestohlener Kaffeemühle suchen.

 



Am Anfang war das Ei?                                                                              07. März bis 13. April 2008

Das Ei als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit übt seit jeher eine große Faszination auf die Menschen aus. Über 1000 Eier umfasst die Sammlung Aschenbrenner, verschiedenste Techniken und Materialien, vom Wachs bis zum Metall, wurden für ihre Gestaltung verwendet.

Besonderheiten sind die Ungarischen Hufeiseneier, Böhmischen Glaseier oder die farbenfrohen Wachsbatikeier aus Osteuropa. Kostbare Edelsteine schmücken die russischen Cloisonné-Eier aus der Zarenzeit.

Auch in heutiger Zeit befassen sich kreative Künstler mit dem Thema Ei. Der Oberammergauer Toni Mayr fertigt aus Hühnereiern einzigartige Karikaturen, die er im Museum zur Schau stellt. Unter seinen über 50 Unikaten finden sich von Adam und Eva bis zur tanzenden Ballerina unzählige Motive.



Unzerbrechlich – Unzertrennlich !                                                                Steifftiere aus drei Jahrhunderten                                                                       01. Dezember 2007 bis 17.Februar 2008

„Unzerbrechliche Filzspielwaren” – mit diesem Slogan warb Margarethe Steiff bereits um 1900 für ihre Tiere und Puppen. Getreu der Auffassung „Für Kinder ist nur das Beste gut genug!” schuf sie qualitätsvolle Spielwaren, die die Steiffwerke im schwäbischen Giengen zu Weltruhm führten.

Doch nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene begeistern sich seit Generationen für die niedlichen Spielgefährten. Als Erinnerungsstücke und Weggefährten der Kindheit bleiben sie oft über Jahrzehnte mit ihren Besitzern verbunden.

Die umfangreiche Sammlung von Gitta Wünsch und Tessy Lödermann ermöglicht einen Überblick über die Entwicklung und Vielfältigkeit der Tiere vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit. Berühmte Stars wie Mecki, Hund Bully oder Bär Zotty finden sich unter ihnen. Daneben sind seltene Exemplare zu entdecken wie die Spinne Spidy oder die Fledermaus Eric, die niedliche Puppe „Liesl mit Zither” oder die kuriose Köchin „Missis”, auch Schwiegermutter genannt.

Ergänzt wird die Schau durch besondere Leihgaben der Firma Steiff aus der frühen Produktionszeit der Manufaktur. Fotos, Werkstatt und Werbeplakate erlauben Einblicke in die Firmengeschichte.



"Vielerlei Narretei". Narrenfiguren aus Porzellan und ihre Geschichten

30. Juni bis 14. Oktober 2007

(Ausstellung vom Museum im Schloss, Porzellanmanufaktur FüRSTENBERG GmbH und dem Deutschen Porzellanmuseum Hohenberg/Selb)

Die Narren sind los! Toll und bunt treiben es Harlekine, Clowns, Pierrots und andere komische Typen im Museum Aschenbrenner.

Bereits im 18. Jahrhundert bildete man in Meissen den berühmten Hofnarren Augusts des Starken, Fröhlich, in Porzellan nach. Als Erkennungsmerkmal des Narren gelten noch immer: eine Kappe mit Eselsohren und Hahnenkamm, Schellen, aber auch auffallend bunte Kleidung mit extravaganten Schnabelschuhen. Mit der Commedia dell'arte, der italienischen Stegreifkomödie, kamen neue Spielarten des „Närrischen” dazu, wie etwa der Harlekin (Aarlecchino) mit der Pritsche und dem Prügel. Er versinnbildlicht das Widersprüchliche, er ist schlau und gleichzeitig dumm, stets hungrig, durstig und lüstern. Seine Sprache ist direkt und obszön und dennoch ist seine Ausstrahlung die eines „Charmeurs”.

Die Vorlage für die Figur des Pierrots lieferte der 1830 in Paris im Théâtre des Funambules auftretende Pantomime Baptiste Deburau. Sein Pierrot zeigte einen melancholischen Gaukler, zwischen Selbstzerstörung und Heldentum.

In der Folgezeit ergänzten Clowns und Till Eulenspiegels den närrischen Reigen. Seither bevölkern diese Charaktere die Vitrinen und Regale der Porzellanliebhaber in ganz Europa. Insbesondere in den „Zwanzigerjahren” lieferten Darsteller in Revuen und Varietés Vorlagen für eine Unzahl von Pierrots und Karnevalsgestalten.

Da Porzellan schon immer Spiegel der europäischen Kulturgeschichte war, eignet es sich hervorragend dazu, die Entwicklung des „Närrischen” nachzuvollziehen. Zum Beispiel erlaubte es im Mittelalter, die „Narrenfreiheit” den königlichen Spaßmachern ungestraft Kritik an den bestehenden Verhältnissen zu üben. Der Begriff „Narr” war somit nicht wie heutzutage mit „blöde” oder „verrückt” gleichgesetzt.

Die Ausstellung, die neben Porzellanen auch historische und literarische Vorlagen zu den „närrischen” Gestalten zeigt, wurde vom Museum im Schloss, Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG GmbH, konzipiert. Sie ist von 29.06.2007 bis 14.10.2007 im Museum Aschenbrenner in Garmisch-Partenkirchen zu sehen.



Kunst & Ei – kein Einerlei

18. März bis 19. April 2007

Das Ei gilt seit jeher als Sinnbild für Leben und Fruchtbarkeit. Im Christentum wurde es zum Symbol für die Auferstehung Christi und zu einem wichtigen Bestandteil des Osterfestes. Wie Christus sein Grab öffnet und in den Himmel auffährt, sprengt das Küken seine Schale und tritt ins Leben. Unzählige Legenden, Mythen und Reime ranken sich um das Ei. Es wurde beim Fruchtbarkeitskult, als Heil- und Abwehrmittel oder zur Liebeswerbung eingesetzt, wie etwa das ungarische Hufeisenei. Eine Leidenschaft der Stifterin Marianne Aschenbrenner war das Sammeln von dekorierten Eiern. Sie trug über 1000 Eier in allen Größen (vom Tauben- bis zum Straußenei) und Materialien (vom Holz- bis zum Emailleei) aus vielen Ländern der Erde zusammen. Verschiedenste Fertigkeiten, von der Gravur- bis zur Scherenschnitttechnik, Federzeichnungen und Fräsmuster wurden für die Gestaltung angewendet. Bei der Motivwahl sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Russische Ikoneneier, Eier mit Landschaften, Märchen, Spruchbändern, Blumen oder Ornamenten bis zum Kuriositätenei finden sich in der Ausstellung. Erleben Sie die Faszination Ei im Museum Aschenbrenner!



BARBIES BERGHOCHZEIT                                                                            Die Göttin der Puppen in festlichen Trachten                         04. Februar bis 16. März 2007

Barbie heiratet! - Doch nicht etwa im Brautkleid von der Stange. Sie trägt an diesem besonderen Tag ein maßgeschneidertes Trachtenkostüm. Auch Traumpartner Ken präsentiert sich im feschen, alpenländischen Anzug. Die Künstlerin Ruth Ritzenfeld aus Innsbruck gestaltete in jahrelanger Handarbeit eine originelle Hochzeitsgesellschaft. Auf die Idee gebracht wurde sie durch ihre Enkelin, deren Barbies sie neu einkleiden sollte. In einem Trachtenhandbuch fand sie Vorlagen für die verschiedenen Kostüme. Sie arbeitete nicht nur mit besonderen Materialien und Stickmustern, sondern verwendete auch zum Teil seltene Barbies. So gelang ihr die Herstellung dieser unvergleichlichen Trachtenbarbies



"Macht auf die Tür". Adventskalender aus 100 Jahren (Sammlung Esther Gajek)                                                                                                                        01. Dezember 2006 bis 31. Januar 2007

Advent – das ist die Zeit des Wartens. Vor etwa 150 Jahren begannen Eltern ihren Kindern in der Adventszeit das lange Warten bis zur Heiligen Nacht anschaulich zu machen. Sie wischten täglich einen Kreidestrich weg, zündeten eine Kerze an oder ließen die Kinder Strohhalme in die Krippe des Christkindes legen. Damit wurde die Vorfreude auf den Heiligen Abend gesteigert und den Kindern gleichzeitig beigebracht, ihre Ungeduld auf Weihnachten zu meistern.
1908 erschienen beim Münchner Verleger Gerhard Lang die ersten gedruckten Adventskalender, wenige Jahre später auch mit Türchen. Seitdem erobern sie die Herzen von Jung und Alt.
Die Sammlung von Esther Gajek aus Regensburg enthält ein interessantes Spektrum von der Anfangszeit der Kalender bis heute. Es finden sich Kalender zum Aufstellen, Abreiß- und Ausschneidekalender, Kalender mit Sinnsprüchen, Uhren-, Krippenkalender und vieles mehr. Einige von ihnen sind Zeugnisse ihrer Entstehungszeit, in der Krieg, Not, wirtschaftlicher Aufschwung oder deutsche Teilung herrschten. Originelle Stücke aus neuerer Zeit runden die Schau ab.